Bautagebuch vom 18.05.2026
Von der Gleisseite aus betrachtet wurde das dreigeschossige Gebäude in den vergangenen Wochen schrittweise Etage für Etage zurückgebaut. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Stellwerk musste der Abbruch besonders vorsichtig und kontrolliert durchgeführt werden. Die ausführende Firma hat diese anspruchsvolle Aufgabe mit großer Sorgfalt und sehr gutem Ergebnis umgesetzt.
Inzwischen ist das Gebäude vollständig bis auf die Untergeschosse rückgebaut, sodass sich nun eine große offene Baugrube zeigt. Die vorhandenen Kellerräume werden erst nach vollständiger Räumung, statischer Sicherung sowie Herstellung einer neuen Türöffnung verfüllt.
Ein Teil der bestehenden Wände bleibt zunächst erhalten, um die angrenzenden Gebäudeteile weiterhin zu stabilisieren. Die ehemalige Türöffnung wird im Zuge der Arbeiten fachgerecht zugemauert, um die verbleibende Konstruktion dauerhaft zu sichern.
Im Anschluss an den Rückbau werden die ehemals innenliegenden Wände, die durch den Abbruch nun zu Außenwänden geworden sind, fachgerecht verdichtet und gesichert. Hierzu wird ein spezialisiertes Unternehmen beauftragt, das die erforderlichen Arbeiten zur Baugrund- und Wandstabilisierung ausführt. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die verbleibende Bausubstanz dauerhaft zu stabilisieren und gegen äußere Einflüsse zu schützen.
Voraussichtlich ab dieser Woche beginnt zudem die Firma HCH mit der Schadstoffsanierung im Bestandsgebäude. Im Zuge dieser Arbeiten werden auf der Außenfläche entsprechende Schleusenanlagen eingerichtet. Diese bestehen aus mehreren Kammern, die einen kontrollierten Zutritt ermöglichen und die sichere Trennung von belasteten und unbelasteten Bereichen gewährleisten. Die Schleusen dienen insbesondere dem Schutz der Umgebung sowie der fachgerechten Durchführung der Sanierungsmaßnahmen unter Einhaltung aller sicherheitsrelevanten Vorschriften.
Nach erfolgreicher Durchführung der Schadstoffsanierung erfolgt eine abschließende Freimessung des Gebäudes, um die Unbedenklichkeit der Räumlichkeiten offiziell zu bestätigen. Anschließend kann der Bahnhof Kalk wieder einer weiteren Nutzung bzw. einem neuen Nutzungskonzept zugeführt werden.
Im Anschluss wird zudem untersucht, ob sich ein möglicher Befall durch Hausschwamm auf die angrenzenden Bauteile ausgebreitet hat. Hierzu werden gezielte bautechnische und mikrobiologische Untersuchungen durchgeführt, um eine mögliche Ausbreitung frühzeitig zu erkennen und geeignete Sanierungsmaßnahmen ableiten zu können.